"Wie
das Pier Summer vie Winter auf dem Land sol geschenkt und prauen
werden" "Item wir ordnen, setzen und wollen mit Rathe unnser
Lanndtschaft das füran allenthalben in dem Fürstenthumb Bayrn auff dem
Lande auch in unsern Stettn vie Märckthen da desáhalb hieuor kain
sonndere ordnung gilt von Michaelis bis auff Georij ain mass oder
kopffpiers über einen pfennig müncher werung un von Sant Jorgentag biß
auf Michaelis die mass über zwen pfennig derselben werung und derenden
der kopff ist über drey haller bey nachgeferter Pene nicht gegeben noch
außgeschenckht sol werden. Wo auch ainer nit Merrzn sonder annder pier
prawen oder sonst haben würde sol erd och das kains weg häher dann die
maß umb ainen pfennig schenken und verkauffen. Wir wollen auch
sonderlichen dass füran allenthalben in unsern stetten märckthen un auf
dem lannde zu kainem pier merer stückh dan allain gersten, hopfen un
wasser genommen un gepraucht solle werdn. Welcher aber dise unsere
Ordnung wissendlich überfaren unnd nie hallten wurde den sol von seiner
gerichtsobrigkait dasselbig vas pier ustraff unnachläßlich so offt es
geschieht genommen werden. jedoch wo ain brüwirt von ainem ainem
pierprewen in unnsern stettn märckten oder aufm lande jezuzeitn ainen
Emer piers zwen oder drey kauffen und wider unnter den gemaynen
pawrfuolck ausschenken würde dem selben allain aber sonstnyemandes
soldyemaßs oder der kopfpiers umb ainen haller häher dann oben gesetzt
ist zugeben un ausschencken erlaube unnd unuerpotn."
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